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Meine Darmgeschichte - Ich hatte sie ALLE

Hallo, mein Name ist Rafaela, ich bin 34 Jahre alt und ich nehme dich jetzt mit auf meine ganz persönliche Reise - meine Darmgeschichte.

Die Geschichte ist eigentlich gar keine Geschichte, denn sie entspricht zu

100% der Wahrheit und ist ein absolut authentischer Einblick in meine Vergangenheit und meine Entwicklung, die zu meiner Gegenwart und meiner Zukunft wurde.

Meine erste Autoimmunerkrankung

Meine Darmgeschichte beginnt mit meiner ersten chronischen Erkrankung, beziehungsweise davor – und zwar in meinem sechsten Lebensjahr. Es begann mit Bauchschmerzen, nur morgens immer Mal und es folgten ganz viele unerklärliche Symptome. Sechs Jahre lang war ich bei Ärzten, die meiner Mama so Tipps gaben wie – „Wenn es ihr morgens nicht gut geht, wie wäre es dann mit einem Frühstückssaft“. Ein erster Ernährungstipp, der sehr schlecht war. Mit 12 Jahren bekam ich dann die Diagnose Hashimoto Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse.

Ich habe meine Tabletten eingenommen und für einen kurzen Zeitraum ging es mir halbwegs gut, aber dann nicht mehr. Ich hatte Bauchschmerzen, starke Krämpfe, die man in keinen Zusammenhang bringen konnte. So lebte ich weitere 13 Jahre. In der Zeit entwickelte ich eine Schonhaltung gegenüber meinem ganzen Leben oder meinem Alltag. Ich hatte regelmäßig Schmerzen und war hilflos, konnte mein Leben nicht genießen und nicht so daran teilnehmen wie andere. Bei anderen übernachten, war für mich eine riesige Herausforderung – Was soll ich machen, wenn ich schon wieder diese unfassbaren Schmerzen bekomme?

Jahre später ging es weiter, ich bekam starkes Fieber (über 40°C), ich hatte dieses Fieber 4 Wochen lang, ohne dass jemand wusste, was ich genau habe. Ich war in mehreren Krankenhäusern, niemand wusste was es ist. Also habe ich Kortison Tabletten bekommen und wurde dann ohne Diagnose entlassen. Die Kortison Tabletten sollte ich dann ausschleichen. Das hatte nie funktioniert, immer wieder bekam ich Fieber. Meine Ausgangslage, keiner wusste was ich hatte, ich war ab diesem Zeitpunkt an meine Kortison Tabletten gebunden, ohne eine Diagnose.

Meine zweite Autoimmunerkrankung

Ich hatte dann einen Termin bei einem Rheumatologen, der mir sagte, er wüsste nicht was ich habe, aber die Diagnose xy würde ganz gut passen und verschrieb mir Quensyl, eine Anti-Malariamittel, welches bei bestimmten rheumatischen Erkrankungen eingesetzt wird. Das Rezept habe ich nie eingelöst. Und hier, genau hier nimmt meine Geschichte eine Wendung, hier erwacht der Drang aktiv etwas verändern zu wollen. Ab diesem Zeitpunkt habe ich die Dinge selbst in die Hand genommen. Ich habe recherchiert, wochenlang und bin zu dem Entschluss gekommen - Ich brauche einen neuen Rheumatologen. Ich habe einen Termin erhalten, mich auf das Gespräch vorbereitet. Ich habe meine Vermutung geäußert und ein MRT gefordert. In dem MRT sah man die Ursache meines Fiebers. Ich hatte eine Stenose (eine Verengung eines Blutgefäßes) und die Erkrankung dazu nennt sich Takayasu Arteriitis eine weitere Autoimmunerkrankung, einfacher gesagt eine seltene rheumatische Gefäßerkrankung.

Kortison allein half mir nicht, eine zusätzliche wöchentlich Spritze mit Methotrexat auch nicht. Ich wurde mit den unterschiedlichsten Medikamenten behandelt, es dauerte Jahre, bis mein Schub zurück ging. Ich nahm jetzt eine Menge Kortison, 1x wöchentlich Methotrexat als Spritze und einmal wöchentliche ein Biologikum als Spritze. Ich schaffte es 5 Jahre lang nicht irgendetwas davon abzusetzen und konnte nicht einmal daran denken Kortison zu reduzieren.

Meine dritte Autoimmunerkrankung

Es wurde noch schlimmer, ich bekam eine zweite Stenose und musste das Kortison auf 70 mg täglich erhöhen. Jetzt kam meine dritte Autoimmunerkrankung dazu, und zwar die Rheumatoide Arthritis. Jetzt war ich wütend, außer mir vor Wut und dachte mir wo soll das denn jetzt hinführen. Ich hatte mich schon lange mit dem Thema Ernährung befasst, habe mir etliche wissenschaftlichen Studien durchgelesen, das war einfach meine Passion, ich liebte es einfach und konnte gar nicht zuordnen woher diese Liebe kam.

Meine erste Ernährungsberatung

In einem kurzen, klaren Moment habe ich entschlossen nicht hilflos zuzusehen, wie ich an der nächsten Autoimmunerkrankung erkranke und habe mir gesagt - jetzt ist Schluss ich werde aktiv etwas an meiner Lebensweise verändern.

Ich habe mir Hilfe gesucht und eine Ernährungsberatung begonnen. Ich wollte das Thema professionell angehen. Die Beratung war mir zu strikt, die Ernährungsvorschläge zu wahllos. Das Ganze hatte nichts mit mir zu tun. Mein größtes Problem war Zucker und wenn ihr jetzt denkt, jeder isst doch gerne mal etwas Süßes. Nein, das war bei mir nicht das Problem, ich habe regelmäßig, massenweise Süßes gegessen, MASSEN. Aber auch dieses Problem konnte ich mit der Beratung nicht einmal im Ansatz überwinden.

Ich habe angefangen mir selbst einen Plan zu entwerfen. Mehr dazu kannst du in meinem Artikel – Ritual-Routine sagt Hallo zum Zuckerjunkie – lesen. Als ich das geschafft habe, ging es mir schnell so viel besser. Und zu diesem Zeitpunkt wurde mir bewusst, wie viel Wissen ich über die Zeit angesammelt habe. Meine Ärzte fragten mich, ob ich irgendetwas verändert habe, weil es einfach sichtbar war, dass es mir viel besser ging. Ich sagte, dass ich auf Zucker so gut wie es geht verzichte und wurde dann fragend angeschaut.

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Endstation Reizdarm und Sibo

Erinnerst du dich an den Punkt mit der zweiten Stenose, ab diesem Zeitpunkt musste ich 70 mg Kortison zu mir nehmen, täglich Aspirin als Blutverdünner und weil die Kombination Kortison und Aspirin hochexplosiv für den Magen ist, zusätzlich noch Pantoprazol und natürlich meine beiden Spritzen. Und jetzt ging der Spaß erst richtig los. Mir ging es zwar durch den Zuckerverzicht super, ich war vitaler, konnte besser schlafen, hatte einfach mehr Energie und war irgendwie glücklicher, weil ich mich nicht mehr von einer Blutzuckerspitze zur nächsten hangeln musste.  Aber jetzt hatte ich richtige Bauchschmerzen, einen Blähbauch schon morgens vor dem Frühstück. Einen Blähbauch egal was ich aß.

Diese Schmerzen zogen sich über 3 Jahre und das waren nicht akute Schmerzen, die ich wie vorher immer mal hatte, es waren chronische, jeden einzelnen Tag. Mein Stoffwechsel hat sich verändert, ich habe abgenommen, ich bekam Haarausfall und im Laufe dieser Zeit entwickelte ich so etwas wie einen Reizdarm. Wow, jetzt war meine Leben richtig kacke, sorry für die Ausdrucksweise, aber das stimmt. Ich war am Ende, gefangen in meinem Körper, der in einem desolaten Zustand war, aufgeschwemmt vom Kortison mit einem riesigen Mondgesicht.

Es hatte lange gedauert, aber irgendwann bekam ich die Diagnose SIBO (Dünndarmfehlbesiedlung). Meine Erkrankungen, die Medikamente und speziell Pantoprazol, welches dafür sorgt, dass weniger Magensäure produziert wird, haben dazu geführt, dass sich die Bakterien aus meinem Dickdarm entschlossen haben in meinem Dünndarm zu leben und dort sich von allem zu ernähren was ich eigentlich benötige. Ich habe ein Antibiotikum eingenommen und danach ging es mir wieder super, 8 Wochen später hatte ich die gleichen Symptome. Wieder Sibo, wieder Antibiotikum, wieder super, wieder Sibo, wieder Antibiotikum, wieder und wieder und wieder und...SCHLUSS.

Jetzt kommt ein Cut. Ich habe mich jetzt ausführlich, über ein Jahr mit dem Thema Dünndarmfehlbesiedlung befasst. Bestimmte Ernährungsformen ausprobiert -  so wie beispielsweise die Sibo-Diät und die Low-Fodmap- Diät, habe es damit schon einmal geschafft den Reizdarm zu überwinden. Eine riesige Erleichterung! Ich habe angefangen mich bewusster zu ernähren, meinen Darm zu reinigen und aufzubauen, aber mich darin nicht zu verlieren. Man muss nicht alle Dinge integrieren, um gesund zu sein, es muss einfach passen. Ich habe angefangen auf Gluten zu verzichten – hat sie nicht gerade gesagt man muss nicht alle Dinge integrieren? Glaubt mir, das war ein Gamechanger.

Mein Studium zum holistischen Ernährungscoach

Ich habe ja bereits erwähnt, das Thema Ernährung & Gesundheit war immer meine große Leidenschaft, diese hat sich über die Jahre verstärkt, natürlich auch aufgrund meiner Vorerkrankungen - Ich hatte einen Anreiz etwas zu verändern. Ich hatte mit Ernährungsberatungen bis zu diesem Zeitpunkt nie gute Erfahrungen gemacht, deswegen hatte ich versucht in Eigenregie mit meinem Wissen, meiner Recherche, meinen Erfahrungen meine Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Selbst Verantwortung zu übernehmen.

Diese Zeit vor meinem Studium war eine gute Grundlage, nicht mehr und nicht weniger. Das Studium selbst hat mir noch einmal klar gemacht, dass ein hoher Anteil an Bildung, vielleicht auch speziell im gesundheitlichen Bereich, abhängig von der Ausbildung ist. Ich bin der festen Überzeugung, dass man Zusammenhänge der Ernährung mit allem was dazu gehört, nicht ohne diese Bildung, dieses Wissen, in einen richtigen Zusammenhang bringen kann. Und das sage ich, obwohl ich mich in den 10 Jahren zuvor fast täglich in meiner Freizeit mit dem Thema beschäftigt habe.

Da ich mit meinen vorherigen Ernährungsberatungen sehr unzufrieden war, war es mir umso wichtiger, dass wenn ich mich in diesem Bereich ausbilde, auch ein Institut wähle, welches nicht nur Themengebiete wie - Was sind Kohlenhydrate, was sind gesättigte Fettsäuren & ungesättigte Fettsäuren- abdeckt, sondern ein Studium was ganzheitlich ansetzt und den Körper als Ganzes und Ernährung als einen essenziellen Bestandteil dessen sieht.

Ein Beispiel – Menschen mit einem Reizdarm bringen Informationen wie, "iss viel Gemüse" und "iss am besten vollkornhaltige Produkte" nicht viel. Dieser allgemeine, vermeintlich gesunde Ernährungstipp verschlimmert in den meisten Fällen über einen längeren Zeitraum die Symptome, weil der Darm so gereizt ist, dass Vollkornprodukte bzw. sehr ballaststoffreiche Produkte ihn noch mehr überfordern. Ernährung kann also nie unabhängig von unserem gesamten Körper, in diesem Fall dem Darm, gesehen werden. Eine vermeintlich gesunde Ernährung ist für den einen gesund, für den anderen kann sie sogar schädlich sein.

Ich bin der Meinung, dass die hohe Anzahl an fehlgeschlagenen Ernährungsberatungen nur existiert, weil die meisten Ausbildungen und Studiengänge den Körper nicht als Ganzes betrachten. Ich habe ein Institut gefunden, was genau das tut. Mein Studium habe ich am Schweizer Institut, der Akademie der Naturheilkunde in Luzern zum holistischen Ernährungscoach absolviert. Das einzige Institut im ganzen deutschsprachigen, das einen ganzheitlichen Ansatz lehrt. Dass der Körper auf einer professionellen Ebene ganzheitlich betrachtet wird, ist immer noch eine Seltenheit – aber meiner Meinung nach, der Erfolg zu wirklicher Veränderung.

Ich liebe also nicht nur das Thema Ernährung & Gesundheit, ich lebe das Thema jeden einzelnen Tag. Ich könnte meine Geschichte noch um Seiten erweitern und vielleicht mach ich das auch irgendwann. Aber jetzt beende ich meine kleine Geschichte, die absolut 100% wahr ist.

Jetzt lebe ich deutlich gesünder und genieße mein Leben. Ich konnte jetzt Kortison reduzieren und eine Menge anderer Medikamente, keine Methotrexat mehr, keine Aspirin mehr, kein Pantoprazol mehr. Sollte ich noch einmal Sibo bekommen, weiß ich was zu tun ist und bin nicht am Boden zerstört, denn ich kann jetzt aktiv dazu beitragen, dass es mir super geht.

Ich habe aktiv und erfolgreich mein Leben verändert. Die Ernährung hat dabei alles zum positiven verändert. Mein Darm hat mir mit 6 Jahren schon das erste Signal gegeben, das irgendetwas nicht stimmt. Darmbeschwerden haben mich fast mein ganzes Leben lang begleitet und sind immer schlimmer geworden und es gab nie ein Medikament, was mir nachhaltig geholfen hat, bis die Probleme in Verbindung mit zusätzlichen Medikamenten zu so einem Problem herangewachsen sind, dass es unschaffbar schien ein normales Leben zu führen. Mein Wissen möchte ich mit euch teilen, denn ich bin der festen Überzeugung, dass das auch bei euch zu positiven Veränderungen führen wird.

Dieses Zertifikat kennzeichnet das erfolgreich abgeschlossene 16-monatige Studium an dem Schweizer Institut, der Akademie der Naturheilkunde in Luzern zum holistischen Ernährungscoach