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Darmwissen · 5. November 2026

SIBO und Reizdarm – was steckt dahinter?

von Rafaela

Du hast Probleme mit deinem Bauch: Schmerzen, einen Blähbauch, mal Verstopfung, mal Durchfall. Du warst schon bei mehreren Ärzt:innen, hast Tees, Tropfen und Ernährungstipps ausprobiert – und trotzdem geht es dir nicht wirklich besser. Vielleicht hast du sogar schon die Diagnose „Reizdarm“ oder „SIBO“ bekommen und fragst dich: Und jetzt?

Genau diese Geschichte höre ich seit über 20 Jahren immer wieder. Deshalb möchte ich dir hier erklären, was hinter den beiden Begriffen steckt.

Was bedeutet Reizdarm?

Der Reizdarm ist eine sogenannte Ausschlussdiagnose. Das heißt: Die Beschwerden sind da und sehr real, aber bei den Untersuchungen wurde keine andere Erkrankung gefunden, die sie erklärt.

Typisch sind:

  • Bauchschmerzen oder Krämpfe, oft im Zusammenhang mit dem Stuhlgang
  • ein aufgeblähter Bauch, häufig im Laufe des Tages zunehmend
  • Durchfall, Verstopfung oder ein ständiger Wechsel
  • das Gefühl, dass der Bauch „macht, was er will“

Für viele Betroffene fühlt sich die Diagnose wie eine Sackgasse an. Dabei ist sie eher ein Startpunkt: Jetzt geht es darum zu verstehen, was deinen Bauch aus dem Gleichgewicht bringt.

Was ist SIBO?

SIBO steht für Small Intestinal Bacterial Overgrowth, auf Deutsch Dünndarmfehlbesiedlung. Normalerweise leben die meisten unserer Darmbakterien im Dickdarm. Bei SIBO befinden sich ungewöhnlich viele Bakterien im Dünndarm. Dort verarbeiten sie Nahrungsbestandteile zu früh – es entstehen Gase, die zu Blähungen, Druck und Schmerzen führen können.

Eine verwandte Form ist IMO (Intestinal Methanogen Overgrowth). Hier spielen methanbildende Mikroorganismen eine Rolle, die eher mit Verstopfung in Verbindung gebracht werden.

Studien deuten darauf hin, dass bei einem Teil der Menschen mit Reizdarm-Beschwerden auch eine Dünndarmfehlbesiedlung vorliegt. Ob das bei dir der Fall ist, kann nur eine ärztliche Untersuchung klären – meist mit einem Atemtest.

Warum kommen die Beschwerden oft wieder?

Viele erzählen mir: „Es wurde kurz besser – und dann ging es wieder los.“ Das ist leider häufig. Denn eine Fehlbesiedlung entsteht selten einfach so. Mögliche Einflüsse können sein:

  • eine verlangsamte Darmbewegung
  • Stress und ein dauerhaft angespanntes Nervensystem
  • wenig Magensäure, zum Beispiel durch bestimmte Medikamente
  • frühere Infekte oder wiederholte Antibiotika-Einnahmen
  • Ernährungsgewohnheiten und Essrhythmus

Wenn nur die Bakterien im Blick sind, die Hintergründe aber bleiben, kann sich das Gleichgewicht schnell wieder verschieben.

Ursache vor Symptom

Genau hier setzen wir in der Alle Farben Academy an: Wir schauen nicht nur auf einzelne Beschwerden, sondern auf das ganze Bild – Ernährung, Alltag, Stress, Schlaf und Hormone. Es gibt keine starren Pläne, sondern Schritt für Schritt das, was zu dir passt:

  • Verstehen: Was steckt hinter deinen Beschwerden, welche Muster gibt es?
  • Entlasten: eine Ernährung, die deinen Bauch zur Ruhe kommen lässt – ohne dauerhaft auf alles zu verzichten
  • Stabilisieren: Routinen für Alltag, Nervensystem und Rhythmus, damit du dich langfristig sicherer fühlst

Wichtig: Wir ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Wir begleiten dich ergänzend – gerne auch in Abstimmung mit deinen Ärzt:innen.

Wann du unbedingt ärztlich abklären solltest

Lass deine Beschwerden immer ärztlich untersuchen – besonders, wenn du Blut im Stuhl bemerkst, ungewollt abnimmst, Fieber hast, nachts wegen Bauchschmerzen aufwachst oder die Beschwerden plötzlich neu und stark auftreten.

Wenn du dich in diesem Artikel wiedererkennst, lass uns gern in einem kostenlosen Erstgespräch schauen, wie dein nächster Schritt aussehen kann.

Alles Liebe,
Rafaela